Bluetooth für Hörgeräte
Höregeschädigt und die Handynutzung
Mehr als 15 Millionen Menschen in Deutschland sind hörgeschädigt und müssen ein Hörgerät tragen. Die Nutzung eines Handys ist damit nahezu unmöglich, da sich unangenehme Geräusche ins Gespräch mischen. Ohne ist der Gesprächspartner am Handy aber kaum vernehmbar. Ein Problem, für das es seit einiger Zeit zum Glück eine Lösung gibt.
Fragt man Schwerhörige, welche Anforderungen sie an ein
Hörgerät stellen, bekommt man immer die gleichen Antworten: Klein, leicht,
diskret, möglichst einfach zu bedienen und mit einem natürlichen Klangbild. Hersteller
arbeiten deshalb stetig an Verbesserung, um die Geräte noch feiner und
leistungsfähiger zu machen. Seit 2005 gibt es Bluetooth-Adapter fürs Hörgerät.
Mithilfe der Funktechnik, die vielen bisher nur aus dem Mobilfunkbereich
bekannt ist, können Telefonate drahtlos direkt ins Ohr übertragen werden und
den Alltag spürbar erleichtern.
Siemens präsentiert mit „Pure" das weltweit kleinste
Hörgerät mit Bluetooth und auch andere Hersteller wie Oticon oder Phonak haben
Hör-Innovationen auf den Markt gebracht, die nicht nur Telefongespräche,
sondern mit Hilfe eines optionalen Mikrofons mit Bluetooth-Schnittstelle auch
andere Gespräche direkt ans Hörgerät senden.
Die hilfreichen Geräte haben allerdings ihren Preis. Das
Pure von Siemens kostet beispielsweise um die 1.900 Euro. Die Krankenkasse
übernimmt meist nur einen Festbetrag von ca. 480 Euro und den vorwiegend bei
Kindern und Jugendlichen.
